Dezember 20, 2009

Ein Jahrzehnt Castingshows

Sehr guter Spiegelartikel über das vergangene Jahrzehnt der Castingshows. Unbedingt bis zum Ende lesen, da wird es nämlich erst bissig. :)

Dezember 17, 2009

Gott in der Box

Ich merke in letzter Zeit immer mehr wie gefährlich es ist Gott in eine Box zu pressen, oder als Paket verschnürt zu verschicken, weil Er doch viel größer ist als wir uns das vorstellen können.
Auf der anderen Seite ist es ziemlich lustig, dass gerade Gott uns den Gefallen tat und sich selbst in eine Box quetschte, um für uns Menschen (Ok, eher für die Menschen vor ein paar tausend Jahren) Nähe auszudrücken und irgendwie fassbar zu werden.
Zumindest wenn man die Bundeslade als Box bezeichnen kann und Gott dadurch wirklich anwesend war… :)

Dezember 9, 2009

Der Jürgen…

Hah! Jetzt entpuppt sich Jürgen Moltmann auch noch immer mehr als Vordenker der missionalen Kirche!
Ich kann mir nicht helfen: Ich mag seine Gedanken einfach!
Es kommt mir nur so vor, dass die letzten 30 Jahre nicht wirklich jemand bemerkt hat was für ein Potential in diesem Theologen gerade für unsere Zeit heute schlummert.
Aber es scheint ja öfters vorzukommen, dass gerade große Denker ihrer Zeit weit Vorraus sind!

November 26, 2009

9000 Seiten in einem Jahr

Da bin ich gerade erst in mein Theologiestudium eingestiegen und muss schon feststellen, dass manche Theologen beim studieren anscheinend zu aberwitzigen Selbstversuchen fähig sind.
Zumindest scheint das Projekt das sich Alex Kupsch vorgenommen hat einige Meilen jenseits der Grenze zum Irrealen zu liegen.
So hat doch dieser Student der Theologie aus Tübingen, dessen Blog ich ab und an zu lesen pflege, beschlossen sich die gesamte Kirchliche Dogmatik von Karl Barth (DEM Theologen des letzten Jahrhunderts) in einem Jahr durch den Kopf zu pusten. Dabei ist zu beachten, dass dies 9000 Seiten anspruchsvollster Dogmatik sind!
Das schöne ist, dass er diesen Selbstversuch auf einem eigens eingerichteten Blog dokumentiert, was es dir und mir ermöglicht zu Zuschauern zu werden…
Wird ja hoffentlich einiges an Erkenntnis rausspringen.

November 4, 2009

Nemo contra Deum nisi Deus ipse.

– Niemand gegen Gott, denn Gott selbst. -
Wenn es nach Jürgen Moltmann geht, ist Jesus letztlich nicht gestorben weil die Schriftgelehrten ihn töten wollten, oder die Römer einen Unruhestifter beseitigten.
Jesus ist an Gott gestorben. Als Jesus ausruft: “Mein Gott warum hast du mich verlassen?”, (Markus 16) ist das kein emotionales sich in die Hände Gottes werfen von Jesus. Es ist der Aufschrei eines Gottes der mit sich selbst in Aufruhr ist. Der sich selbst verlässt, von sich selbst abwendet, sich selbst tötet.
Jesus stirbt am Kreuz als jemand der in so einer intensiven Beziehung mit Gott stand wie nie ein Mensch zuvor. Er hatte die Kenntnis des gnädigen, nicht-richtenden Gottes und war doch am Kreuz verworfen und starb den Tod eines Verlassenen, eines von dem sich Gott vollkommen lossagt.
Es gibt oft Kritik am christlichen Gott, dass er seinen Sohn auf so barbarische Weise opfert (ermordet?), dass dieser Gott grausam ist.
Wenn wir wirklich dieses oben beschriebene annehmen erscheint Gott vielleicht weniger göttlich, aber er zeigt noch größerer Liebe für uns. Denn was am Kreuz passiert ist nichts anderes als dass Gott selbst die Qualen der Hölle erleidet.

November 3, 2009

Postchristliches Europa

Heute hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßbourg einer Italienerin recht, die gegen die Kreuze in den Klassenzimmern ihrer Kinder geklagt hatten. (Zum Artikel) Die Begründung lautet: Ein christliches Kreuz im Klassenzimmer einer Staatsschule verletzt die Religionsfreiheit der Schüler. Sie nimmt zudem den Eltern die Freiheit, ihre Kinder nach ihren philosophischen Überzeugungen zu erziehen, und ist nicht mit der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) vereinbar.

Ich finde dieses Urteil zeigt, dass wir zwar noch in einem vom Christentum geprägten Europa leben (immerhin scheinen ja noch Kreuze in Klassenzimmern zu hängen), aber nich mehr das christliche Europa bzw. Abendland sind, dass wir früher mal waren. Und eigentlich kann ich das Urteil sogar verstehen, in einem Europa in dem das Christentum nicht mehr die allgemein vorherrschende Religion ist, Menschen ihren Glauben nicht mehr in organisierter Form in der Kirche leben, bzw. andere Religionen an Stärke gewinnen scheint es unverständlich, dass der Staat, der ja religiös neutral sein soll ein christliches Symbol verteidigt. Und eigentlich ist es auch für uns Christen keine Katastrophe, es ist sogar Chance. Da es uns aufzeigt, dass wir uns auf unserem historischen Anspruch die prägende Religion für Europa (gewesen) zu sein ausruhen können, sondern die jetztige Situation akzeptieren müssen und auch danach handeln.
Andere Meinungen?

November 3, 2009

The Prince’s Rainforest Project

Man kann über Prince Charles denken was man will, aber ein muss man ihm lassen: Er setzt sich aktiv und vehement für den Umweltschutz ein und nutzt dabei natürlich auch seine Bekanntheit und sein Gewicht als britischer Thronfolger. Besonders hat er sich dem Schutz der Regenwälder verschrieben, welche den meisten Sauerstoff auf der Erde produzieren und auch das Weltklima stark mitbeeinflussen, aber durch massive Abholzug bedroht sind.
Deswegen hat der Prince of Wales eine Kampagne gestartet, die die Regierungschefs der Welt auf dieses Problem aufmerksam machen soll. Zahlreiche Prominente werben in Frogvideos für das anliegen und das Ziel ist es mit einer großen PR und Unterschriftenkampagne die Staatschefs der Welt beim Weltklimagipfel in Kopenhaben Ende dieses Jahres auf das Problem aufmerksam zu machen.
Das tolle ist, dass die Kampagne alle Möglichkeiten des Web 2.0 ausschöpft und ihr schön von zu Hause vor eurem PC das Projekt unterstützen könnt.
Dies geht ganz einfach, indem ihr auf der Website des Projekts, euch die Filme reizieht, vielleicht selber einen dreht, eine SOS Nachricht schreibt, oder auf Facebook zu Unterstützern werdet. Kostet alles weniger als 5 Minuten und ist vielleicht schon zu bequem, da Engagement ja eigentlich auch Arbeit mit sich bringen sollte. Das gute jeder kann soviel machen wie er will und alles nützt der Kampagne weil jede Form der Unterstützung erfasst wird und den Regierungschefs zeigen soll, dass es das Anliegen der breiten Öffentlichkeit ist die Regenwälder zu schützen.

Also wie wärs, ihr opfert 5 Minuten, macht was gutes, habt vielleicht ein bisschen weniger schlechtes Gewissen (OK das war zynisch) und könnt der Sache zum Erfolg verhelfen!

Oktober 28, 2009

Dein Reich komme

Ich hatte heute eine ziemlich spannende Proseminarsitzung. Wir lesen “Der gekreuzigte Gott” von Jürgen Moltmann und es ging heute unter anderem um die Diskrepanz zwischen dem schon angebrochenen Reich Gottes und der noch nicht erlösten Welt in der wir leben. Ist ein ziemlich spannendes Thema, sowieso ist das gesamte Buch voller guter Gedanken.
Im lauf der Diskussion kam heute die Frage auf, woran wir festmachen können dass die Gottesherrschaft schon angebrochen ist und sich Gottes Reich ausbreitet. Moltmann verweist da auf Jesus, welcher die Frage des Täufers “Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen anderen warten?” wie folgt beantwortet: “Geht hin und sagt Johannes wieder, was ihr hört und seht: Blinde sehen und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote stehen auf und Armen wird das Evangelium gepredigt;  und selig ist, wer sich nicht an mir ärgert.” Der Beweis, dass Jesus der Messias ist, dass die neue Zeit angebrochen ist, war, dass er das Reich Gottes lebte.
Jetzt kommt meine Frage. Woran merken die Menschen heute, dass das Gottesreich schon angebrochen ist?
Hat jemand eine gute Idee zu der Frage? Würde mich brennend interessieren.

Oktober 10, 2009

LipDub

Bin heute beim surfen über eine ziemlich coole Aktion gestolpert:
Studenten der Hochschule Furtwangen haben den ersten University LipDub gedreht und fordern andere Hochschulen auf es ihnen gleich zu tun.
Das besondere ist, dass das Video ohne einen einzigen Schnitt gedreht wurde, also ein so genannter single shot ist.
Wenn ihr jetzt denkt: LipDub? HÄH?
Dann schaut euch einfach das Video an und klickt euch auf dem Blog der Macher durch, dort werden die Hintergründe erklärt.
Also anschauen. Die Qualität des Videos ist beeindruckend, am besten über vimeo ansehen.
Viel Spaß!

Oktober 6, 2009

Los gehts

So, nach drei Wochen Frühling in Neuseeland gehts jetzt mit dem Studentenleben im verregneten Heidelberg los. Der kurze Trip ans andere Ende der Welt war zwar kurz aber sehr schön. Durfte Evas Vater kennenlerenen und die wunderschöne Landschaft genießen.
Nachdem ich es geschafft habe doch noch zurückzukommen – man sollte immer mit blöden Zufällen wie der Zeitumstellung rechnen – kann ich es kaum noch erwarten endlich mit dem Studium loszulegen.
Morgen die Einführungsveranstaltungen und nächste Woche Vorlesungsbeginn.
Yippie.